Der Festgottesdienst zu Ehren der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger am 17. November, dem Seligsprechungstag, stand unter dem Motto: „Ihr seid das Licht der Welt“.
Herr Pfarrer Hendriks zog mit Don David und Herrn Diakon Stoll, dem liturgischen Dienst und den Lichtträgerinnen in die Kirche ein.
Nach der Begrüßung durch Herrn Pfarrer Hendriks führte Schwester Karolin Kuhn die Gottesdienstbesucher ins Thema ein. „Wir Menschen brauchen Licht – im realen und im übertragenen Sinn. Jesus Christus spricht zu uns: „Ihr seid das Licht der Welt“. Er traut uns zu, füreinander Licht zu sein und uns gegenseitig unsere Dunkelheiten zu erhellen.“
   
Zur Lesung aktualisierten Schülerinnen der Klasse 6a des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger die Geschichte "Die Halle der Welt mit Licht füllen" von Willi Hoffsümmer: Eine Schülerin erzählt von einem König, der abdanken und einen seiner beiden Söhne zum Nachfolger berufen will. Weil ihm die Entscheidung schwerfällt, sollen die beiden eine Probe bestehen und eine Halle bis zum Abend füllen. 100 Euro stehen jedem zur Verfügung. Der Ältere kontaktiert sogleich den Chef einer Baufirma und erteilt den Auftrag, eine große Menge Steine zu bringen. Der jüngere Sohn indessen überlegt lange. Er will etwas Sinnvolles tun und wählt deshalb eine große Kerze für die Mitte des Raums. Das lobt der König: „Du hast nicht einmal einen Euro ausgegeben und hast die Halle mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen. Du sollst mein Nachfolger werden“. Und er krönt ihn zum König.
 
Der Zwischengesang mit der Antiphon „Der Herr ist mein Licht“ und mit Psalmversen führte zum Evangelium hin: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt. 5,14 - 16).
   
  Herr Pfarrer Hendriks sprach in der anschließenden kurzen Predigt von leuchtenden Augen als Lichtquelle. Er fragte die Gemeinde: „Wann haben Sie jemanden mit leuchtenden Augen angeschaut?“ Leuchtende Augen stehen für Zuwendung, Wärme, Licht, Leben und Liebe. Für die Zeit, die vor uns liegt, wünscht er, dass wir aus leuchtenden Augen Blicke empfangen und auch wir andere mit leuchtenden Augen anschauen.
  Im Vertrauen auf das Wort Gottes und den Auftrag an uns, Licht für die Welt zu sein, brachten Erwachsene ihre Anliegen in den Fürbitten vor: das göttliche Licht zu entdecken in uns, den Menschen und in der Schöpfung und dann anderen weiterzugeben, damit junge Frauen sich mit uns einsetzen für das Reich Gottes.
  Kinder der 2. Klasse der Theresia-Gerhardinger-Grundschule stellten nach jeder Fürbitte ein Licht zur Kerze in die „Halle“.
  Beim Gabengang wurden Brot, Wein und das Fürbittbuch zum Altar getragen.
Ein meditativer Lichtertanz der 3. Klasse der Theresia-Gerhardinger-Grundschule führte beim Sanctus zur Anbetung und Stille.
   
  Nach der Kommunion sprach Schwester Monika Schmidt meditative Gedanken zum Thema Licht, die von Briefen Mutter Theresias angeregt waren und von einem Liedruf der Gemeinde umrahmt wurden.
Während die Orgel spielte, verteilten Schülerinnen das Licht an die mitfeiernde Gemeinde.
   
Nach dem Segen lud Herr Pfarrer Hendriks zur Lichterprozession und Begegnung ein. Die Priester zogen mit dem liturgischen Dienst und den Lichtträgern hinaus in den Garten. Die Gottesdienstbesucher, darunter viele Familien mit kleinen und größeren Kindern, folgten. Der Chor sang einen feierlichen, ostkirchlichen Hymnus und die Litanei zu Mutter-Theresia. Mit dem „Te Deum“ endete die eindrucksvolle Feier.
   
   
Viele Gäste nahmen noch an der anschließenden Begegnung in den Räumen des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums teil und ließen sich eine Stärkung anbieten.
   
   
Herzlichen Dank für die schwungvolle musikalische Gestaltung: der Band und dem Chor unter Leitung von Schwester Annemarie Bernhard und Schwester Perpetua für das Orgelspiel!