Vom 21. Januar. 2011 bis 1. Februar kam Schwester Carolyn Anyega Boisabi aus Ghana zu Besuch. Sie unterrichtet Englisch und Religion am Gymnasium in Sunyani, Ghana, und ist dort Konrektorin. Sie arbeitet in der Vorbereitungskommission für das nächste Generalkapitel in Rom mit und nutzte die Chance, die Erbestätten und die Partnerschule Sunyanis, unser Theresia-Gerhardinger-Gymnasium, zu besuchen.
 

Nach der Besichtigung von Sendungsraum, Kindergarten, Grundschule und Gymnasium sprach Schwester Carolyn an drei Tagen mit den Schülerinnen der 6. bis 11. Klassen, denn sie konnte durch eine PowerPoint-Präsentation eine genauere Vorstellung von der Partnerschule vermitteln. Sie erzählte vom Beginn vor fast 25 Jahren mit 37 Mädchen, vom allmählichen Anwachsen der Schülerzahlen – es sind jetzt 800 Schülerinnen – und von der beständigen Raumnot, so dass eigentlich immer etwas im Bau und in Planung ist. Dabei haben die bayerischen Schülerinnen und Schwestern entscheidend geholfen, und Schwester Carolyn dankte allen Zuhörerinnen sehr herzlich. Sie zeigte auch Bilder von schulischen Alltag und den Festen während des Jahres. Geduldig beantwortete sie alle Fragen und rief großes Staunen hervor, dass die Mädchen dort um halb fünf aufstehen.
Auch der Konvent war eingeladen, mehr über diese Schule in Afrika zu erfahren.
Als Geschenk überreichte Schwester Carolyn an Schwester Ermelinde ein aus Ebenholz geschnitztes Halbrelief, das eine Frau mit Kind am Brunnen darstellt. Schwester Monika Schmidt übergab sie eine holzgeschnitzte Lastenträgerin.
 

Der Besuch in Birkenstein war ein weiteres besonderes Erlebnis für Schwester Carolyn. Dort in der Wallfahrtskirche wird ein „Ave Maria“ in Kisuaheli, der Muttersprache von Schwester Carolyn, sicher nicht oft gesprochen. Auch von den Bergen, in Schnee gehüllt, war sie sehr begeistert.

  Ein besonderer Tag war der Besuch von Schwester Carolyn für die Lehrkräfte und Schülerinnen in Regensburg-Niedermünster. Das Ereignis war am Schwarzen Brett angekündigt worden.
 
 
Bei einer Führung durch alle Bereiche der Schule gab es in einigen Fächern eine besondere Überraschung für den Gast: Im IT-Unterricht z.B. war eine Folie mit bayerischer und ghanaischer Flagge vorbereitet worden. Im Musikunterricht lehrte Schwester Carolyn einige Rhythmen auf der Trommel und ein Lied in ihrer Muttersprache. Stilgerecht wurde sie dann mit Trommeln verabschiedet.
 
   
  Zur Erholung im Konvent – auch hier gab es viele interessierte Fragen.
  Die Gallus-Kapelle, in der Mutter Theresia 1835 ihre Ordensgelübde ablegte, lud zum Verweilen und Erneuern der Gelübde ein.
 
  In Stadtamhof war neben dem Brunnen und der Kapelle, wo die Figur Sankt Anna Selbdritt Schwester Carolyn besonders beeindruckte, das Notenbuch von Mutter Theresia und ihre Stickarbeit von großem Interesse. Die Schule und die St. Mang-Kirche standen ebenfalls auf dem Programm.
   

Zum Abschied von Regensburg besuchte Schwester Carolyn im Dom das Grab von Bischof Wittmann und erlebte den Gesang der Domspatzen während eines Gottesdienstes.
   
 
Eine Erbefahrt ohne Neunburg vorm Wald? – Gerade für Schwester Carolyn wäre das undenkbar gewesen, denn sie hatte sich den Besuch im ersten Kloster von Mutter Theresia am meisten gewünscht. Nach dem Gang durch Kapelle und Haus war Schwester Carolyn sehr berührt vom Franziska-Häuschen.
   
 

Auf das Verweilen in Mutter Theresias Schlafzimmer hatte sie sich lange gefreut.
 
Interessant war anschließend das Theresia-Gerhardinger-Haus mit Kindergarten, Krippe und Hort.
   
  Lebhafte Gespräche entstanden bei den Mahlzeiten im Konvent.
Schwester Carolyn besuchte die Au und erlebte hier ebenfalls den Konvent und den Alltag der Fachakademie für Sozialpädagogik, der Berufsfachschule und der Fachakademie für Hauswirtschaft. Auch in der Realschule wurde der Gast herzlich aufgenommen ebenso wie im Kindergarten.  
 


Am letzten Tag des Besuchs verabschiedeten die Schwestern des Mutterhauses ihren Gast im Rahmen einer Vesper.
   Mit einem Gebet und mit einer Kerze wurden am Grab Mutter Theresias unsere Glück- und Segenswünsche nach Ghana mitgegeben, besonders für die bevorstehende Ernennung der Provinz Afrika.