Nachrichten aus Elbasan
Wie meist wenn eine Sache, ein Projekt o.a. einigermaßen  „läuft“, gibt es nicht so viele Nachrichten, die „Schlagzeilen“ bleiben aus. Dennoch sollen Sie wieder einmal etwas aus Elbasan erfahren, wo wir Schulschwestern nun schon fast vier Jahre  mithelfen und wohin Sie treu und großzügig Ihre Hilfen überweisen. Insbesondere Schulschwesterngemeinschaften haben sich immer wieder Möglichkeiten ausgedacht, wie sie, auch durch Mitwirkung ihrer aktuellen und ehemaligen  Schülerinnen , Geld und Spenden für uns sammeln konnten. Herzlich „Vergelts Gott!"

„Ngadale, ngadale“ – ein sehr häufig gebrauchtes Wort hierzulande =  langsam, allmählich..

Wir haben erfahren, dass  Vieles  „ngadale“ verläuft hier in Shqiperia.

Dennoch steht nun das neue Haus, die Erweiterung des Projekts „Albanienhilfe Weilheim  e.V.“ und im Herbst ist mit dem Beginn der vorgesehenen Tätigkeiten zu rechnen.  Geplant ist Unterkunft und Verpflegung für ca. 12  arme Mädchen ab l4 Jahren im WH., Lehrgänge in Hauswirtschaft und Handarbeit , Kurse je nach Bedarf und Möglichkeit (z.B. Computer, Fremdsprache, Analphabetisierung u.a.) und Unterricht für den Abschluss der Hauptschule als unumgängliche Voraussetzung  für jede weiter Ausbildung. Alle Angebote sollen  die Mädchen und jungen  Frauen leiblich, geistig und seelisch unterstützen und fördern. Wir werden auch religiöse Gruppen (Katechese, Bibelarbeit) machen, so soll,  wie im bisher geführten Projekt,  Beziehung  zu Gott,  Mensch und Natur entstehen und wachsen können.

 

Albanien ( natürlich einschließlich Elbasan) will nun auch „ EU-päisch „werden. Wir stellen fest, dass man sich z.B. bemüht, die katastrophale Infrastruktur zu verbessern. Doch Strassen, die im August geteert werden, sind im Frühling schon wieder kaum befahrbar und  der „Shoferi“ muss vorwiegend um Löcher kurven.

Es werden vermehrt „Standarte“ aufgestellt, es wird zunehmend visitiert und kontrolliert, speziell auch in sozialen Einrichtungen. Es sind Lizenzen für jede Tätigkeit gefordert,  nach wie vor  ist aber  keine finanzielle Unterstützung in Sicht.

Doch fehlt z.B. im schulischen Unterricht Kontinuierlichkeit und damit Effektivität. Wegen Kleinigkeiten ( die Lehrerin hat Geburtstag!) entfällt der Unterricht und die Benotung ist oft eher „zufällig“

Im vergangenen Schuljahr  wollte die Stadt einen Schulraum „mieten“. Wir haben mit einem Zimmer ausgeholfen und  2  erste Klassen konnten unterrichtet werden, die sonst zurückgestellt werden müssten. Doch von „Miete“ ist nichts zu sehen. Was machen wir im  SJ 2006/07 ?  Der angekündigte Schulneubau hat noch nicht begonnen.
 (s. o.: :ngadale, ngadale!)

                                                                                             

Nun zu erfreulicheren Nachrichten

Im Kinderheim „Sternstunden“ haben wir 24 Mädchen und Buben
von 4 bis l4 und wir können sagen: sie fühlen sich wohl, werden gut betreut und alle Verantwortlichen versuchen ihnen Geborgenheit zu vermitteln. Wunder können wir nicht wirken und zumindest  als „Narben“ bleiben die Schäden aus frühkindlichen Traumata, die jedes unserer Kinder mitbringt. Aber  Miteinander  und  Gemeinschaft sind  so wichtig für alle späteren Beziehungen. In Einzel- und Gruppenbetreuung werden die Kinder schulisch gefördert. Sie sind altersgemäß  angehalten bei Ordnung in Haus und Hof mitzuhelfen.

 

Die Kinder sind offen für das Wort Gottes, das wir ihnen in  Katechese  und im Erleben von Brauchtum und Feier vermitteln. Wir feiern jede Woche Gottesdienst in unserer Hauskapelle und fahren an Sonn- und Feiertagen in die kath. Pfarrkirche, wo unsere „Sänger „ ganz wichtig sind.

 

Jetzt nahen die 3monatigen Ferien und da ist es unser Anliegen und Ziel, Leib und Seele mit viel frohem  Erleben zu stärken. Mit liebevoller Fantasie wird dafür das Ferienprogramm zusammengestellt, das mit bescheidenem materiellen Aufwand Freude und Erholung bringen kann. Heuer will uns eine Studentengruppe aus Slowenien dabei  helfen..
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Allen, die das Projekt „Albanienhilfe Weilheim“ immer wieder so treu und großherzig unterstützen ein herzliches  Dankeschön !.

Viele gute Wünsche aus Elbasan senden „i.V.“   Sr. Almuth und Sr. Slavka