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Beten heißt vor Gott bringen mich und mein Leben meine Fragen und meine Unsicherheit meine Schuld und mein Versagen aber auch meine Freude mein Jauchzen meine Hoffnungen und Träume die Freunde und ihre Situation ihre Krankheiten und schwierigen Entscheidungen ihre Kraftlosigkeit und Resignation aber auch ihre Überlegungen und Pläne ihr Verliebtsein und ihr Vertrauen die Verwandten und Nachbarn die manchmal so ganz anders sind und so schwer verstehbar die gelegentlich anstrengend sein können aber auch heimatstiftend die Fremden die mir manchmal so vertraut sind und dann wieder erschreckend fern in ihrem Anderssein und Andersleben und nahe in dem Reichtum ihrer Gastfreundschaft unsere Kirche und ihre offiziellen Vertreter die mir manchmal Angst macht mich in Wut bringt und doch wieder Heimat ist und Zukunft die großen Konzerne die Geld machen wollen Menschen missbrauchen deine Schöpfung ausbeuten und den Götzen Geld anbeten die Politiker die über Wohl und Wehe eines Landes entscheiden in all ihrem Machthunger aber auch in ihrem aufrichtigen Verlangen den Menschen gut zu tun und lass uns all die einfallen die wir schon vergessen haben damit wir sie und ihr Leben vor dich bringen beten heißt vor dich bringen vor dich bringen heißt mir all derer und all dessen bewusst werden mir bewusst werden heißt ins Handeln zu kommen mich zu engagieren mich zu engagieren heißt betend zu werden um deinen Segen für mein Tun zu erbitten um loszulassen in dich verändern zu lassen von dir heißt meinen Teil tun und dir deinen nicht abnehmen
Aus: Anselm Grün / Andrea Schwarz, |
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