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Vorbereitung auf die
Erstprofess In wenigen Tagen haben wir Schulschwestern Grund zum Feiern, denn am 15. August werden unsere drei Novizinnen ihre Erstprofess ablegen. Das heißt, sie binden sich dadurch (zunächst zeitlich begrenzt für drei Jahre) in unserer Gemeinschaft an Gott, um ihm in einem Leben in den drei Gelübden (Ehelosigkeit, Armut, Gehorsam) nachzufolgen, und so das Evangelium durch ihr Sein und Wirken als Arme Schulschwestern v.U.L.Fr. zu verkünden. Die Novizinnen stammen aus drei verschiedenen Ländern: Schwester Renata, eine gebürtige Rumänin mit ungarischer Muttersprache, studierte vor ihrem Eintritt Theologie und wird nach ihrer Profess in unserer Gemeinschaft in Timisoara leben und an einer staatlichen Schule Religionsunterricht erteilen. Schwester Urska (von Beruf Verwaltungsorganisatorin und Theologin) wird in ihre Heimat Slowenien zurückkehren und dort als Schwester wirken. Schwester Rita, geboren in Erlenbach in Unterfranken, hatte schon viele Jahre als zahnmedizinische Assistentin gearbeitet, bevor sie noch einmal die Schulbank drückte, um Erzieherin zu werden. Als solche wird sie nach der Profess im Kindergarten in Schierling wirken. Trotz ihrer unterschiedlichen Kultur und Lebensgeschichte ist den drei jungen Frauen eines gemeinsam: Sie sind der Spur ihrer Sehnsucht gefolgt und geben nun in der Profess ihre Antwort auf die Liebe Gottes, von der sie berührt und ergriffen worden sind. Freilich steht hinter ihrer Lebensentscheidung eine lange Vorbereitungszeit: Bereits durch ihr Mitleben in unserer Gemeinschaft als Kandidatinnen während ihrer Berufsausbildung konnten sie uns näher kennen lernen. Mit ihrem Eintritt in das Noviziat vor einem Jahr, am 14. August 2009, begann für sie eine äußerst intensive Vorbereitung. Sie arbeiteten während des Noviziatsjahres nicht in ihrem Beruf, sondern hatten Zeit, ihre Gottesbeziehung zu vertiefen, sich mit unserer Konstitution, dem Leben unserer Gründerin, sowie unserer Ordensgeschichte und Spiritualität eingehend auseinanderzusetzen, und ihre künftige Lebensform in den drei Gelübden zu erproben und einzuüben. Bereichert und herausgefordert zugleich von den Erfahrungen der vergangenen Monate und Jahre geloben sie bei der Profess, sich Gott ganz zur Verfügung zu stellen, um durch ihn und für ihn „Menschen hinzuführen zu ihrer vollen Entfaltung als Geschöpf und Abbild Gottes, und sie zu befähigen, ihre Gaben einzusetzen, um die Erde menschenwürdig zu gestalten“, wie es in unserer Konstitution heißt. Wir wollen die drei mit unserem Gebet begleiten und uns auch selbst auf die Feier der Erstprofess einstimmen. Vielleicht können uns die Texte von Andrea Schwarz aus dem Buch „Und alles lassen, weil Er mich nicht lässt“, die wir mit freundlicher Genehmigung des Herder Verlags bis zum 15. August täglich anbieten, dabei unterstützen. In ihnen leuchtet auf, worum es in einem Leben nach den drei evangelischen Räten (Gelübden) geht, zu dem sich unsere Novizinnen entschlossen haben. |
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| von links: Sr. M. Renata, Sr. M. Urska, Sr. M. Rita | |||